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Gesunde Augen

Grüner Star (Glaukom): Symptome, Ursachen, Behandlung

Der Begriff Grüner Star oder auch Glaukom ist dir sicher schon einmal begegnet. Hierbei handelt es sich um einen Sammelbegriff für Augenerkrankungen, die den Sehnerv betreffen. Unbehandelt kann es zum Verlust des Augenlichtes führen. Somit ist der Grüne Star eine ernst zu nehmende Erkrankung, die wir näher erklären wollen. Im folgenden Artikel erfährst du alles über Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie.

Letztes Update: 3. Februar 2023Erstellt von: betterviewLesedauer: 10 minuten
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Was ist Grüner Star?

Als Grüner Star (Glaukom) bezeichnet man eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen nach und nach die Fasern des Sehnervs absterben. In vielen Fällen ist ein erhöhter Augeninnendruck die Ursache. Wird zu spät oder gar nicht behandelt, erblinden die Betroffenen früher oder später als Folge der Sehnervschädigung.

Es kommt zu einer langsamen Verschlechterung des Gesichtsfeldes, also dem Bereich, den man ohne Bewegung der Augen und des Kopfes wahrnimmt. Die Erkrankung bleibt meist lange unbemerkt und Betroffene suchen oft erst dann einen Arzt auf, wenn die Sehstärke merklich abnimmt. Rund 2 % der Bevölkerung ab 40 Jahren sind vom Grünen Star betroffen und das Risiko steigt mit zunehmendem Alter weiter an.

Wichtig: Grüner Star ist eine ernstzunehmende Augenerkrankung und keine Fehlsichtigkeit, die z.B. mit einer Sehhilfe oder Augenlasern einfach korrigiert werden kann. Bei Symptomen solltest du daher unbedingt deinen Arzt aufsuchen.

Welche Formen des Grünen Stars gibt es?

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Glaukom-Formen:

  • Offenwinkelglaukom / Weitwinkelglaukom: Diese Form des Grünen Stars ist die häufigste und betrifft oft beide Augen. Sie birgt ein erhöhtes Risiko von irreparablen Schäden an den Augen, da sie meist lange unbemerkt bleibt. Beim Offenwinkelglaukom oder Weitwinkelglaukom liegt eine Störung des Abflusses vom Kammerwasser vor. Somit steigt der Augeninnendruck an und der Sehnerv wird geschädigt.
  • Normaldruckglaukom: Hierbei ist der Augeninnendruck im Normalbereich. Die Betroffenen zeigen jedoch typische Symptome wie Gesichtsfeldausfälle und Schädigungen am Sehnerv. In diesem Fall liegt eine Durchblutungsstörung am Sehnerv selbst vor, wodurch er weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.
  • Winkelblockglaukom: Diese Form kann sowohl chronisch sein als auch in Schüben auftreten. Letzteres ist dann ein augenärztlicher Notfall. Bei einem Winkelblockglaukom ist der Abfluss des Kammerwassers nicht nur gestört, sondern komplett blockiert. Bei der chronischen Variante ist der Augeninnendruck dauerhaft erhöht und die Kammerwinkel, durch die das Kammerwasser abfliesst, aufgrund von Verklebungen und Verwachsungen versperrt.
  • Engwinkelglaukom: Beim Engwinkelglaukom sind die Kammerwinkel stark verengt, wodurch das Kammerwasser nur sehr schwer oder gar nicht mehr abfliessen kann. Auch hier ist der Augeninnendruck erhöht. Diese Form kann unterschiedliche Auslöser haben. Etwa, wenn die Regenbogenhaut (Iris) sich faltet oder eine Verengung zwischen Iris und Hornhaut vorliegt.
  • Glaukomanfall / Akutes Glaukom: Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen augenärztlichen Notfall. Der Augeninnendruck steigt plötzlich und innerhalb kürzester Zeit stark an, wobei irreparable Schäden am Sehnerv und an der Netzhaut entstehen können. Die Betroffenen haben meist starke Schmerzen und sollten direkt einen Arzt aufsuchen.
  • Angeborenes Glaukom: Diese sehr seltene Form tritt entweder in den ersten Lebensmonaten von Säuglingen auf oder bereits vor der Geburt im Mutterleib. Hierbei sind die Kammerwinkel fehlgebildet, wodurch das Kammerwasser nicht ungestört abfliessen kann. Da diese Form schnell zur Erblindung führt, ist eine sofortige Behandlung unumgänglich.
  • Sekundäres Glaukom: Als Sekundäres Glaukom oder auch erworbenes Glaukom werden alle Formen des Grünen Stars bezeichnet, die durch eine Erkrankung, Medikamente oder eine Verletzung hervorgerufen werden. Der Abfluss des Kammerwassers kann dabei durch verschiedene Ursachen wie Entzündungen, Einblutungen oder Vernarbungen gestört sein.

Der Grüne Star wird oft verwechselt mit dem Grauen Star. Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine meist altersbedingte Augenerkrankung. Die Augenlinse verliert mit den Jahren an Elastizität und trübt sich dadurch ein. Mit Fortschreiten der Erkrankung nimmt man sein Sichtfeld immer mehr wie durch einen Schleier oder Nebel wahr.

Was sind die Symptome des Grünen Stars?

Wenn es sich nicht um eine akutes Glaukom handelt, treten in der Anfangszeit keine Symptome wie Augenschmerzen oder Rötungen auf. Erst, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist und erste Ausfälle im Gesichtsfeld auftreten, bemerken die Betroffenen, dass etwas nicht stimmt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Sehnerv bereits beschädigt.

Die Symptome unterscheiden sich, je nach Art des Glaukoms:

  • Lange Symptomlos – chronisch fortschreitendes Glaukom: Diese Form verläuft meist lange komplett symptomlos. Dann treten zunächst Vernebelungen oder Farbringe aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks auf. Im weiteren Verlauf bemerken die Betroffenen blinde Flecken im Gesichtsfeld, die als Sehstörung wahrgenommen werden. Randbereiche werden nur undeutlich oder gar nicht mehr dargestellt. Wird jetzt nicht behandelt, schreitet die Schädigung des Sehnervs weiter fort und mit der Zeit ist nur noch ein kleiner Bereich im Gesichtsfeld zu erkennen. Ohne Therapie kommt es schliesslich zur vollständigen Erblindung. Ein chronisch fortschreitendes Glaukom ist mehrheitlich ein Offenwinkel- oder Engwinkelglaukom.
  • Starke Symptome – Glaukomanfall: Dadurch, dass hier der Augendruck plötzlich und schnell ansteigt, löst der Grüne Star bereits nach wenigen Stunden heftige Symptome aus. Meistens ist nur ein Auge betroffen. Dieses ist gerötet und der verhärtete Augapfel ist durch das geschlossene Lid deutlich zu ertasten. Dazu kommen starke Schmerzen, eine nicht reagierende Pupille und Sehstörungen. Auch treten bei vielen Betroffenen in diesem Zusammenhang einseitige Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. Ein akuter Grüner Star ist immer ein augenärztlicher Notfall und sollte unverzüglich behandelt werden.
  • Symptome je nach Ursache – sekundäres Glaukom: Bei einem sekundären Glaukom können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Sie können ähnlich verlaufen wie bei einem Glaukomanfall, aber die Erkrankung kann auch lange symptomlos fortschreiten. Je nach Ursache kann bei einem sekundären Grünen Star die Sicht beeinträchtigt sein, sich eine Lichtempfindlichkeit einstellen oder akute Augenschmerzen auftreten.
  • Symptome bei Säuglingen – angeborenes Glaukom: Hat sich der Grüne Star bereits im Mutterleib entwickelt oder tritt er in den ersten Lebensmonaten auf, erkennt man das meist gut an dem Verhalten des Babys. Das Kind ist unruhig und führt seine Händchen oft an die Augen. Es ist zudem lichtscheu, die Augen tränen und wirken oft stark vergrössert. Hier sollte schnell ein Facharzt aufgesucht werden, damit das Augenlicht erhalten werden kann.

Was sind die Ursachen des Grünen Stars?

Die häufigste Ursache des Grünen Stars ist ein erhöhter Augeninnendruck. Der kommt zustande, wenn das Kammerwasser nicht mehr ungestört abfliessen kann. Das Kammerwasser wird im Auge selbst produziert und versorgt die Hornhaut, die Iris (Regenbogenhaut) und die Linse mit wichtigen Nährstoffen. Es fliesst kontinuierlich in einem Kreislauf von der vorderen in die hintere Augenkammer und von dort aus durch einen kleinen Kanal (Schlemm’scher Kanal) in das Venengeflecht der Aderhaut.

Bevor das Kammerwasser durch den Kanal abfliessen kann, passiert es die sogenannten Kammerwinkel. Diese können durch verschiedene Ursachen blockiert sein, wodurch es zu einem Anstieg des Augeninnendrucks kommt. Infolgedessen wird der Sehnerv schrittweise geschädigt, da er unterversorgt wird. Er kann dann nicht mehr alle Sehinformationenen lückenlos ans Gehirn weiterleiten.

Mögliche Risikofaktoren als Ursache des Grünen Stars:

  • Ablagerungen (Plaques): Altersbedingt kann es zu Ablagerungen an den Kammerwinkeln und am Schlemm’schen Kanal kommen. Dadurch wird der Abfluss des Kammerwassers behindert. Auch chronisch erhöhte Blutfette können zu solchen Ablagerungen führen.
  • Erhöhter Blutdruck / niedriger Blutdruck: Beide Arten der Blutdruckstörung können die Blutgefässe schädigen. Dies kann ebenfalls zu einer Beschädigung der Fasern des Sehnervs führen. Die Problematik bezieht sich generell auch auf alle anderen Durchblutungsstörungen.
  • Stoffwechselerkrankungen: Insbesondere Diabetes Mellitus stellt ein erhöhtes Risiko dar, an Grünem Star zu erkranken.
  • Kurzsichtigkeit: Manche Formen des Grünen Stars können durch eine starke Kurzsichtigkeit (ab -5 Dioptrien) entstehen. Es wird angenommen, dass die Sehstörung bestimmte Bereiche des Sehnervs schädigt.
  • Beschaffenheit der Hornhaut: Bei manchen Menschen ist die Hornhaut etwas dünner als bei anderen und stellt dadurch ein erhöhtes Risiko dar, an Grünem Star zu erkranken. Auch wird diskutiert, dass eine starke Hornhautverkrümmung dazu führen kann, dass das Kammerwasser nicht richtig zirkulieren und dadurch den Sehnerv schädigen kann.
  • Genetische Veranlagung: Der Grüne Star ist zwar vererbbar, das kommt aber sehr selten vor. Dennoch besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, wenn Familienmitglieder bereits vom Grünen Star betroffen sind.
  • Nikotin: Der regelmässige Konsum von Nikotin verengt die Blutgefässe – auch die im Auge. Nikotinkonsum gilt als grosser Risikofaktor für Arteriosklerose. Letzteres verstopft die Blutgefässe und kann so ebenfalls zu einem Glaukom führen.
  • Kortisonbehandlung: Eine längere oder gar dauerhafte Kortisonbehandlung, insbesondere im Auge, kann zu einem erhöhten Augeninnendruck führen. Dieser sollte bei einer Kortisontherapie regelmässig kontrolliert und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden.
  • Grüner Star durch Stress: Einzelne Fachleute vermuten mittlerweile, dass auch ein ständig erhöhtes Stresslevel den Augeninnendruck ansteigen lässt und so den Sehnerv schädigt. Hierfür fehlen bisher wissenschaftliche Studien.

Wie wird der Grüne Star behandelt?

Der Grüne Star muss immer behandelt werden, egal welche Form vorliegt. Das Behandlungsspektrum richtet sich je nach Schwere der Symptome und des Stadiums der Erkrankung. So kann entweder medikamentös therapiert werden, per Laserbehandlung oder mittels eines chirurgischen Eingriffes. Welche Behandlungsmethode angebracht ist, entscheidet der zuständige Augenarzt nach der Diagnose.

Ist der Grüne Star heilbar?

Der Grüne Star ist leider nicht heilbar. Das Ziel einer Grünen-Star-Behandlung ist ein Verlangsamen oder Stoppen der Erkrankung. Allerdings können bereits entstandene Schäden am Sehnerv nicht wieder geheilt und eventuelle Gesichtsfeldausfälle nicht wieder hergestellt werden. Die Behandlung soll erreichen, dass dem Betroffenen das Augenlicht erhalten bleibt.

Grüner Star Diagnostik

Lange Zeit wurde der Grüne Star lediglich über die Messung des Augeninnendrucks diagnostiziert. Allerdings wurden so viele Fälle übersehen, da es auch Glaukomformen gibt, bei denen der Augeninnendruck normal ist. Mittlerweile wird ein Glaukom über die Schädigung des Sehnervs definiert und diagnostiziert.

Hierfür bekommt der Patient zunächst betäubende Augentropfen verabreicht. Anschliessend untersucht der Augenarzt das betroffene Auge mit einem sogenannten Ophthalmoskop. Diese Untersuchung wird Augenspiegelung genannt und ermöglicht es dem Arzt, die Netzhaut, die Blutgefässe und den Sehnerv zu untersuchen. Zusätzlich wird der Augeninnendruck mittels einer Applanations-Tonometrie gemessen. Hierfür wird ein kleiner Kolben auf die Hornhaut gesetzt, mithilfe dessen der Druck gemessen werden kann.

Zudem wird eine Überprüfung des Gesichtsfeldes durchgeführt. Dabei kann festgestellt werden, ob bereits Ausfälle im Gesichtsfeld vorhanden sind, die der Betroffene bisher noch nicht bemerkt hat. Die Untersuchungen sind absolut schmerzfrei und dauern nur wenige Minuten.

Grüner Star Behandlung

Grüner Star kann entweder medikamentös therapiert werden, per Laserbehandlung oder mittels eines chirurgischen Eingriffes. Welche Behandlungsmethode angebracht ist, entscheidet der zuständige Augenarzt nach der Diagnose.

Grüner Star Augentropfen

Die medikamentöse Therapie mit speziellen Augentropfen vermindert entweder die Produktion des Kammerwassers oder verbessert den Abfluss. Zudem verbessern die Tropfen die Durchblutung des Sehnervs und der Netzhaut. Sie müssen regelmässig nach einem Therapieplan angewendet werden.

Die verschiedenen Augentropfen im Überblick:

  • Augentropfen mit Betablocker: Sie verringern die Produktion des Kammerwassers.
  • Augentropfen mit Prostaglandinen: Sie verbessern den Abfluss des Kammerwassers.
  • Augentropfen mit Alpha-Agonisten: Sie hemmen die Produktion und erhöhen gleichzeitig den Abfluss.
  • Augentropfen mit Karboanhydrasehemmern: Die Produktion von Kammerwasser wird gehemmt.
  • Augentropfen mit Cholinergika: Der Abfluss wird verbessert.

Welches der Mittel verschrieben wird, hängt davon ab, wie alt der Patient ist, wie hoch der Augeninnendruck ist, wie gut die Tropfen vertragen werden und welche möglichen Nebenwirkungen auftreten können.

Grüner Star Laserbehandlung

Helfen die medikamentösen Augentropfen nicht oder werden sie schlecht vertragen, kann man den Grünen Star lasern lassen. Allerdings kommt die Laserbehandlung nur bei Betroffenen mit einem Offenwinkelglaukom in Frage und die Wirkung hält leider meist nicht auf Dauer an.

Verschiedene Lasermethoden werden dabei angewandt:

  • Laser-Iredektomie: Bei dieser Methode wird mit einem Laser ein kleines Loch in der Iris (Regenbogenhaut) erzeugt. Dies führt zu einem Druckausgleich und das Kammerwasser kann ungehindert abfliessen.
  • Laser-Trabekuloplastik / Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT): Hierbei werden kurze Impulse mit einem Diodenlaser auf die Pigmentzellen des Abflusssystems für das Kammerwasser gegeben. Dadurch kann dies besser abfliessen und der Augeninnendruck wird so gesenkt.
  • Cyclophotokoagulation (CPC): Bei dieser Lasertechnik wird der Ziliarkörper, in dem das Kammerwasser gebildet wird, verödet. Somit wird die Produktion reduziert und der Augeninnendruck gesenkt.

Grüner Star Operation

Schreitet die Erkrankung trotz allen Massnahmen weiter fort oder wird erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, kann nur noch eine Operation helfen, das Augenlicht zu erhalten.

Mittlerweile gibt es verschiedene OP-Methoden:

  • Trabekulektomie: Die Trabekulektomie ist die gängigste Methode. Dabei wird das Kammerwasser mit einem Drainagesystem umgeleitet. Es fliesst anschliessend aus der vorderen Augenkammer über einen künstlichen Kanal ab unter die Bindehaut. Dadurch wird der Augeninnendruck gesenkt.
  • Kanaloplastie: Bei diesem OP-Verfahren wird der Schlemm’sche Kanal, durch den das Kammerwasser abfliesst, mit einem künstlichen Implantat erweitert. Der ringförmige Stent sorgt für einen besseren Abfluss und senkt so den Augeninnendruck.
  • Mikroinvasive Glaukomchirurgie: Bei dieser Methode wird ein kleines Implantat in die Kammerwinkel eingesetzt. Dieses verbessert den Abfluss des Kammerwassers und senkt so den Augeninnendruck. Der Stent ist aus Titan und zu vergleichen mit einem Stent aus der Herzchirurgie.

Behandlung Normaldruckglaukom

Da bei dieser Form des Grünen Stars der Augeninnendruck im Normalbereich liegt, müssen andere Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Hierbei werden Massnahmen ergriffen, um die Durchblutung anzuregen. So wird der Sehnerv wieder mit Nährstoffen versorgt und die Schädigung an den Nervenfasern gestoppt bzw. verlangsamt.

Wie kann man dem Grünen Star vorbeugen?

Dem Grünen Star durch gewissen Massnahmen vorzubeugen, ist laut Fachleuten nach heutigem Kenntnisstand nicht möglich. Allerdings gibt es eine Grüne-Star-Früherkennung. Hierbei kann die Erkrankung bereits diagnostiziert werden, bevor erste Symptome auftreten. Somit kann direkt behandelt werden, ohne dass der Sehnerv bereits so stark beschädigt ist, dass Gesichtsfeldausfälle auftreten.

Jeder ab 40 Jahren sollte deshalb, unabhängig von der Sehfähigkeit, regelmässig zur Grünen-Star-Vorsorge gehen. Vorsorge ist die einzige effektive Möglichkeit, deine Augen vor den Folgen des Grünen Stars zu schützen. Wenn du zu einer Risikogruppe gehörst, solltest du bereits vor dem 40. Lebensjahr regelmässig deine Augengesundheit überprüfen lassen.

Häufig gestellte Fragen rund um den Grünen Star

In welchem Alter tritt Grüner Star auf?

Menschen ab einem Alter von 40 Jahren sind besonders gefährdet, am Grünen Star zu erkranken. So leiden in der Schweiz ca. 2,5 % aller Menschen über 40 an einem Glaukom. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko weiter an und gilt bei allen Schweizern vor dem 60. Lebensalter als häufigste Erblindungsursache.

Wie schnell erblindet man bei Grünem Star?

Es können bis zu 20 Jahre vergehen, bis es zur Erblindung kommt. Unbehandelt schreitet die Schädigung des Sehnervs und der Netzhaut immer weiter fort. In den meisten Fällen geschieht dies aber über viele Jahre hinweg. Dennoch ist der Grüne Star gefährlich für die Augengesundheit und sollte ernst genommen werden.

Kann man mit Grünem Star leben?

Ja, aber vielen Menschen haben verständlicherweise Angst, nach der Diagnose zu erblinden. Sind bereits Seheinschränkungen vorhanden, können diese den Alltag erschweren. Die Lebensbedingungen sollten dementsprechend angepasst werden. Für eine bessere Orientierung können zusätzliche Lichtquellen helfen. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann helfen, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.

Lass dich von deiner Ärztin oder deinem Arzt ausführlich über die Krankheit aufklären und achte auf eventuelle Verschlechterungen deines Sehfeldes. Eventuell kommt der Zeitpunkt, wo es für dich und andere gefährlich wird, Auto zu fahren. Dann musst du auf öffentliche Verkehrsmittel oder Mitfahrgelegenheiten umsteigen. Trotz der aufkommenden Schwierigkeiten ist es möglich, mit einem Grünen Star zu leben, wenn man Hilfe annimmt.

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