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Augenlasern

Lässt sich Alterssichtigkeit lasern?

Wir alle sehen uns im Laufe ihres Lebens mit der Herausforderung der Alterssichtigkeit konfrontiert. Diese altersbedingte Sehbeeinträchtigung kann den Alltag stark beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es heutzutage moderne medizinische Verfahren, die eine effektive Lösung für Alterssichtigkeit bieten können. In diesem Blogartikel beschäftigen wir uns eingehend mit der Frage, ob man Alterssichtigkeit lasern lassen kann und welche Möglichkeiten es noch gibt.

Letztes Update: 17. Juli 2023Erstellt von: betterviewLesedauer: 6 minutenÜberprüft von: Dr. Med. (Isr.) Toam Katz
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Alterssichtigkeit betrifft uns alle

Alterssichtigkeit, auch Presbyopie, ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses und betrifft jeden. Die meisten bemerken die ersten Anzeichen der Alterssichtigkeit zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Die Ursache für diese Sehbeeinträchtigung liegt in der Veränderung der Augenlinse und ihrer Flexibilität im Laufe der Zeit.

Im Gegensatz zu anderen Sehproblemen wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit, die auf Veränderungen der Augenform zurückzuführen sind, hat Alterssichtigkeit mit der Flexibilität der Augenlinse zu tun. Normalerweise ist die Linse des Auges elastisch und kann sich durch Kontraktion und Entspannung an verschiedene Sehentfernungen anpassen (Akkommodation). Mit zunehmendem Alter verliert die Linse jedoch an Flexibilität und ihre Fähigkeit, sich zu krümmen, nimmt ab. Dies führt dazu, dass das Auge Schwierigkeiten hat, nahegelegene Objekte scharf zu fokussieren.

Die Symptome der Alterssichtigkeit können sich schleichend entwickeln und umfassen unter anderem:

  • Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schrift oder beim Betrachten von Objekten in der Nähe.

  • Notwendigkeit, beim Lesen die Zeitung oder das Buch weiter vom Gesicht wegzuhalten.

  • Anstrengung der Augen und Kopfschmerzen beim Arbeiten an einem Computer oder beim Lesen über längere Zeiträume.

  • Verschwommenes Sehen beim Übergang von der Nähe zur Ferne oder umgekehrt.

Diese Symptome können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität mindern. Im Verlauf nehmen die Symptome zu. Was anfangs mit einfacher Nahkorrektur wie einer Lesebrille behoben werden kann, erfordert später möglicherweise stärkere Korrekturen.

Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses und betrifft jeden. Sowohl kurzsichtige als auch weitsichtige Personen sind gleichermassen betroffen.

Augen lasern über 50 – sinnvoll?

Kann man mit 50 noch seine Augen lasern lassen? Viele fragen sich, ob die Behandlung dann noch sinnvoll ist. Die meisten herkömmlichen Augenlaserbehandlungen wurden nicht primär zur Korrektur von Alterssichtigkeit entwickelt. Das klassische Augenlaserverfahren verändert die Oberfläche der Hornhaut und reicht nicht aus, um die Alterssichtigkeit zu korrigieren.

Aufgrund der natürlichen Veränderungen der Augenlinse im Laufe des Lebens, verliert diese an Elastizität, was dazu führt, dass sich ihre Brechkraft nach und nach verändert. Die herkömmliche Augenlaserbehandlung kann die zugrunde liegenden Probleme nicht direkt korrigieren.

Methoden wie die LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) oder die PRK (Photorefraktive Keratektomie) konzentrieren sich hauptsächlich auf die Korrektur Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Diese Verfahren verändern die Krümmung der Hornhaut, um das einfallende Licht korrekt zu brechen und eine klare Sicht zu ermöglichen. Mit diesen Methoden kann allerdings nicht die Elastizität der Augenlinse verbessert werden.

Es gibt spezielle Verfahren wie die PresbyMAX-Methode, die eine modifizierte LASIK-Technik nutzen, um sowohl die Alterssichtigkeit als auch andere Sehfehler zu korrigieren. Diese Methode erzeugt verschiedene Brennpunkte auf der Hornhaut, um eine bessere Nah- und Fernsicht zu ermöglichen. Allerdings raten Ophthalmologen von der alleinigen Laserbehandlung von Alterssichtigkeit ab.

Das Verfahren ist noch nicht vollständig etabliert und weist beträchtliche Nachteile auf. Eine Ophthalmologin aus Zürich betont: "Der Eingriff ist nicht rückgängig zu ma­chen und die Möglichkeit einer späteren Implantation von multifokalen Linsen zur Therapie des Grauen Stars ist auch nicht mehr gegeben."

Konservative Alternativen zum Augenlasern ab 50

Im Falle von Alterssichtigkeit gibt es auch konservative Alternativen zur Augenlaserbehandlung, die für Personen ab 50 Jahren in Betracht gezogen werden können.

Lesebrillen: Der Einsatz von Lesebrillen ist eine einfache und effektive Möglichkeit, um Alterssichtigkeit situationsbedingt zu korrigieren. Eine Lesebrille kann die benötigte Vergrösserung bieten, um nahegelegene Objekte klar zu sehen. Es gibt eine Vielzahl von Brillenarten, wie Halbbrillen oder Vollbrillen, die speziell für das Lesen konzipiert sind. Allerdings musst du die Lesebrille jedes Mal absetzen, wenn du in die Ferne schauen möchtest. Sie ist in der Regel nicht zum Fernsehen oder Autofahren geeignet.

Gleitsichtbrillen: Gleitsichtbrillen sind spezielle Brillen, die verschiedene Sehzonen für die Ferne, die Nähe und den Zwischenbereich kombinieren. Diese Brillen ermöglichen eine nahtlose Korrektur von Alterssichtigkeit, da sie eine stufenlose Veränderung der Glaskorrektur von oben nach unten bieten. Mit einer Gleitsichtbrille kannst du sowohl in der Ferne als auch in der Nähe klar sehen, ohne die Brille wechseln zu müssen. Einige haben allerdings Schwierigkeiten, sich schnell und problemlos zwischen den unterschiedlichen Sehbereichen anzupassen, insbesondere bei Aktivitäten, die eine schnelle Fokussierung erfordern, wie Treppensteigen oder Autofahren.

Kontaktlinsen: Wenn du keine Brille tragen möchtest, können auch multifokale Kontaktlinsen eine Option sein. Diese speziellen Kontaktlinsen haben verschiedene Zonen, die für das Sehen in der Ferne und in der Nähe ausgelegt sind. Es ist wichtig, dass die richtige Passform und ein geeignetes Material ausgewählt werden, um eine gute Verträglichkeit und klare Sicht zu gewährleisten. Allerdings bergen Kontaktlinsen Risiken, die deine Augengesundheit gefährden können.

Refraktiver Linsenaustausch als Alternative zum Augenlasern

Der refraktive Linsenaustausch ist eine effektive Alternative zum Augenlasern, insbesondere für Personen über 50 Jahren, die an Alterssichtigkeit leiden.

Wie funktioniert ein refraktiver Linsenaustausch?

Zu Beginn der Behandlung wird dein Auge mit Augentropfen betäubt, um sicherzustellen, dass du keine Schmerzen empfindest. Es wird dann eine kleine Öffnung in der Hornhaut erzeugt, um Zugang zur natürlichen Linse zu erhalten. Anschliessend wird die körpereigene Augenlinse schonend entfernt.

Nach Entfernung der natürlichen Linse wird die individuell ausgewählte künstliche Intraokularlinse (IOL) in das Auge eingesetzt. In den meisten Fällen ist keine Naht erforderlich, da der Einschnitt von selbst abheilt.

Die Behandlung an sich dauert nur wenige Minuten und gilt als sehr sicher und schmerzfrei. Die meisten können in der Regel bereits am Tag des Eingriffs eine deutliche Verbesserung ihrer Sehkraft feststellen. Bereits nach wenigen Tagen kannst du wieder deinen normalen Aktivitäten nachgehen.

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Vorteile des refraktiven Linsenaustauschs

  • Korrektur von Alterssichtigkeit: Mit dem refraktiven Linsenaustausch kann die Alterssichtigkeit effektiv behandelt werden. Die IOL wird individuell angefertigt, sodass sie die notwendige Brechkraft bietet, um eine klare Sicht in der Nähe, Ferne und im Zwischenbereich zu ermöglichen. Dadurch kannst du ohne Brille oder Kontaktlinsen wieder gut sehen.
  • Vorbeugung von Grauem Star: Der refraktive Linsenaustausch trägt auch dazu bei, dem Risiko für die Entwicklung von Grauem Star (Katarakt) vorzubeugen. Da die körpereigene Linse durch eine IOL ersetzt wird, die sich nicht eintrübt, kannst du auch nicht am Grauen Star erkranken.
  • Langfristige Lösung: Der refraktive Linsenaustausch bietet eine dauerhafte Lösung. Da die IOL ein Leben lang im Auge verbleibt, wird im Normalfall keine weitere Korrektur oder Nachjustierung benötigt.
  • Verbesserte Sehqualität: Durch die präzise Platzierung der IOL wird eine optimale Sehqualität erreicht. Du profitierst von einer klaren und scharfen Sicht in allen Entfernungen.
  • Keine Folgekosten: Im Gegensatz zu anderen Sehkorrekturen wie beispielsweise Kontaktlinsen oder Brillen, die regelmässige Ersatzlinsen, Pflegemittel oder Anpassungen erfordern, ist der refraktive Linsenaustausch eine langfristige Lösung. Nach der Behandlung fallen keine weiteren Kosten an.
  • Brillenfreiheit: Nach einem refraktiven Linsenaustausch kannst du komplett und dauerhaft auf Brille und Kontaktlinsen verzichten.

Arten von Intraokularen Kunstlinsen (IOL)

Bei einem refraktiven Linsenaustausch werden verschiedene Arten von Intraokularlinsen (IOLs) verwendet. Die Auswahl der richtigen IOL hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Sehanforderungen ab.

Monofokale Linsen: Monofokale Linsen sind die standardisierte Art von IOLs. Sie sind darauf ausgelegt, das Sehvermögen in einer bestimmten Entfernung zu korrigieren, entweder in der Nähe oder in der Ferne. Wenn beispielsweise eine monofokale Linse für die Ferne ausgewählt wird, kannst du in der Ferne scharf sehen, benötigst jedoch möglicherweise eine Lesebrille für Aktivitäten in der Nähe.

Multifokale Linsen: Multifokale Linsen ermöglichen es dir, in verschiedenen Entfernungen klar zu sehen, sowohl in der Nähe, der Ferne als auch im Zwischenbereich. Diese Linsen haben verschiedene optische Zonen, die das Licht auf unterschiedliche Entfernungen fokussieren. Dadurch kannst du unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen in verschiedenen Situationen scharf sehen.

Torische Linsen: Torische Linsen werden verwendet, wenn du neben der Alterssichtigkeit auch an Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) leidest. Torische Linsen sind speziell konzipiert, um die unregelmässig gekrümmte Hornhaut auszugleichen und korrigieren sowohl die Alterssichtigkeit als auch den Astigmatismus.

Trifokale Linsen: Trifokale Linsen gehören zur Kategorie der multifokalen Linsen und bieten drei verschiedene Sehzonen für klare Sicht in der Nähe, Ferne und im Zwischenbereich. Die Fokusbereiche sind normalerweise so konfiguriert, dass sie die gängigsten Sehdistanzen abdecken, allerdings sind zwischen den Fokusbereichen Übergänge vorhanden. Das bedeutet, dass bei einigen eine gewisse Anpassungszeit erforderlich ist, um sich an die verschiedenen Sehdistanzen und die Übergänge zwischen den Brennpunkten zu gewöhnen.

EDoF-Linsen: EDOF-Linsen, auch bekannt als "Extended Depth of Focus"-Linsen gehören zu den Multifokallinsen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Multifokallinsen oder Trifokallinsen brechen EDOF-Linsen das einfallende Licht auf eine andere Weise, um eine erweiterte Tiefenschärfe zu erzielen. Dies führt zu weicheren Übergängen zwischen den verschiedenen Sehbereichen.

EDOF-Linsen bieten eine aussergewöhnlich gute Sicht in der Ferne und im mittleren Bereich des Sehens. Sie eignen sich daher besonders gut für alle, die Wert auf eine gute Fernsicht legen und weniger auf Nahsicht angewiesen sind.

Insgesamt ist der refraktive Linsenaustausch eine effektive und langfristige Lösung für Alterssichtigkeit. Die Behandlung bietet eine verbesserte Sehkraft sowohl in der Ferne als auch in der Nähe und verhindert die Entwicklung des Grauen Stars. Während eines unverbindlichen und kostenlosen Erstberatungstermins vor Ort können wir gemeinsam feststellen, ob du für einen refraktiven Linsenaustausch geeignet bist.

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Dr. Med. (Isr.) Toam Katz

Doctor

Dr. Med. (Isr.) Toam Katz ist Augenarzt und Experte für Fragen rund ums Thema Linsen und Laser-Chirurgie. Er graduierte an der Hadassah Uniklinik in Jerusalem in Medizin und spezialisierte sich danach in Augenheilkunde und refraktiver Chirurgie in Jerusalem und am Institut de la Myopie ... Mehr anzeigen

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