Augenlasern

Augen lasern – was sind die Risiken?

Du willst deine Augen lasern lassen, um von Brillen oder Kontaktlinsen unabhängig zu sein, dich über zunächst über die Risiken informieren? Wie jede Operation ist auch eine Laserbehandlung nicht ganz risikofrei. In diesem Artikel findest du alles über die Nebenwirkungen und Risiken einer Laserbehandlung zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten.

August 12, 2022 Lesedauer: 5 minuten

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Augen lasern – wie hoch ist das Risiko?

Augenlaserbehandlungen sind chirurgische Eingriffe mit einem sehr geringen Risiko, da der Eingriff von einem hochpräzisen Laser vorgenommen wird. Dennoch können wie bei jeder Operation auch beim Augen lasern gelegentlich Nebenwirkungen vorkommen.

Besonders wichtig ist es daher, dass du dich im Vorfeld gründlich über die Reputation der gewählten Augenklinik informierst. Eine gute Augenklinik legt Wert auf Hygiene und bietet eine sterile Umgebung, in der die Operation sicher durchgeführt werden kann. So lässt sich das Risiko von Infektionen, die zu den am häufigsten vorkommenden unerwünschten Ereignissen nach einer Augenlaserbehandlung gehören, auf ein Minimum reduzieren.

Auch die Erfahrung des Arztes ist wichtig. Augenärzte mit viel Erfahrung in der Laserkorrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung führen den Eingriff mit großer Routine aus.

Der Augenarzt wird dich in einem Vorgespräch über die möglichen Nebenwirkungen und die in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten beraten. Dazu gehören:

  • Trockene Augen: Dies ist das häufigste Symptom, das nach einer Augenlaserbehandlung auftreten kann. Der Grund dafür ist, dass der Laser entweder die Hornhautoberfläche direkt behandelt (wie bei der Trans-PRK), oder einen Schnitt in der Hornhaut durchführt, um einen sogenannten Flap, eine Hornhautklappe zu erzeugen, die den Behandlungsbereich freilegt (wie bei der Femto-LASIK). Dabei werden in der Hornhaut liegende Nerven durchtrennt. Diese Nerven regeln den Tränenfluss und die Aufrechterhaltung des Tränenfilms. Bis die Nerven sich regeneriert haben, kann es mehrere Wochen bis Monate, in Einzelfällen bis zu einem halben Jahr dauern. In dieser Zeit kann die Tränenbildung gestört sein. Mit Augentropfen können die Beschwerden gelindert werden, bis sich die Nerven regeneriert haben.
  • Über- oder Unterkorrektur: Das gewünschte Korrekturergebnis wird nicht ganz erreicht oder es wurde zu viel korrigiert. In diesem Fall kann in den meisten Fällen mit einer zweiten Behandlung nachkorrigiert werden.
  • Komplikationen mit dem ”Flap”: Bei der LASIK handelt es sich um eine bewährte Methode, bei der zunächst ein „Deckel“ in der obersten Hornhautschicht erzeugt wird. Dieser wird angehoben und der Laser korrigiert die Fehlsichtigkeit in der darunterliegenden Hornhaut-Schicht, dem Stroma. Anschliessend wird der Flap wieder auf die Hornhaut aufgelegt und wächst von selbst wieder an. Allerdings geschieht dieses Anwachsen nur an den Rändern. Vor allem in der ersten Zeit, bis der Flap wieder fest auf der Hornhaut sitzt, kann es zu Komplikationen durch Verschieben oder Verlagerung des Flaps kommen. Daher ist es wichtig, in den ersten Wochen nach der Behandlung nicht zu schwimmen, generell keinen Sport zu treiben und schweisstreibende Tätigkeiten wie Saunabesuche zu vermeiden. Eine Verschiebung oder Verlagerung des Flaps lässt sich in den meisten Fällen leicht beheben, verlängert aber die Heilungsdauer entsprechend.
  • Infektionen: Da eine gute Augenklinik extrem auf Hygiene und eine sterile Umgebung achtet, ist das Infektionsrisiko sehr gering. Hinzu kommt, dass eine Laserbehandlung mit einer modernen Methode (z. B. Femto-LASIK oder Trans-PRK) berührungsfrei ist und das Risiko, dass keine Keime ins Auge gelangen können, minimal ist. Trotzdem kommt es in extrem seltenen Fällen zu Infektionen nach der Behandlung. Diese lassen sich mit antiobiotischen Augentropfen behandeln.
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit: Manche Patienten stellen nach der Laserbehandlung eine erhöhte Lichtempfindlichkeit fest. Diese verschwindet nach einigen Wochen von selbst und benötigt keine weitere Behandlung. Falls nötig, kann in dieser Zeit eine Sonnenbrille getragen werden, um die Augen zu schützen.

Übrigens: Statistisch ist das Risiko einer Augenlaserbehandlung genau so hoch wie das von Kontaktlinsen.

Risikofaktoren: Wann ist das Risiko beim Augenlasern höher?

Nun fragst du dich vermutlich, ob du einem erhöhten Risiko ausgesetzt bist, eines dieser Symptome zu entwickeln. Tatsächlich ist es so, dass Vorerkrankungen, das Alter oder auch bestimmte Beschaffenheiten der Augen einige Risiken erhöhen können. Bei der Voruntersuchung und dem Vorgespräch wird der behandelnde Augenarzt dich über diese konkreten aber Risiken informieren, insofern sie bei dir vorhanden sind.

Faktoren, die ein höheres Risiko bedeuten können, sind:

  • Alter: Bei älteren Patienten ist das Risiko für Nebenwirkungen grundsätzlich höher. Bei Patienten unter 18 Jahren hingegen, kann sich das Auge noch im Wachstum befinden, was eine Operation ausschließt.
  • Geringe Dicke der Hornhaut: Hast du eine dünne Hornhaut, so ist die Wahl der Behandlungsmethode beschränkt. Eine Behandlung mit der gängigen Femto-LASIK ist nicht möglich, da kein Flap angelegt werden kann. In diesem Fall kann aber oft eine Trans-PRK durchgeführt werden, die sich auch für geringere Hornhautdicke eignet. Der Augenarzt wird dich beraten, welche Methode für dich in Frage kommt. Bei dünner Hornhaut besteht zudem auch das Risiko einer Verformung nach dem Eingriff.
  • Vorhandene Narben an der Hornhaut: Bei einer vernarbten oder auch stark verkrümmten Hornhaut muss im Einzelfall geprüft werden, ob und wie eine Laserbehandlung durchgeführt werden kann.
  • Starke Fehlsichtigkeiten: Die Behandlung eignet sich je nach Methode und Art der Fehlsichtigkeit zudem nur bis zu einem bestimmten Dioptrienwert. Soll eine starke Fehlsichtigkeit korrigiert werden, kann eine Sehkraft von 100% möglicherweise nicht erreicht werden.

Was spricht gegen das Augenlasern?

Im Vorfeld einer Augenlaseroperation untersucht der Augenarzt zunächst deine Augen. Insbesondere die Beschaffenheit der Hornhaut wird untersucht, weil die Behandlung direkt an der Hornhaut erfolgt. In dieser Erstuntersuchung wird ausgeschlossen, dass du an einer Erkrankung oder einem Befund leidest, die gegen eine Augenlaserbehandlung sprechen.

Dazu gehören:

  • Schwache Hornhaut: Bei einer schwachen oder dünnen Hornhaut kann möglicherweise keine Laserbehandlung durchgeführt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Hornhaut ihre Form nach der Operation nicht halten kann und sich vorwölbt. Es kann eine sogenannte Keratektasie entstehen. Dies ist eine Erkrankung der Hornhaut, bei der diese dem Druck des Auges nachgibt und sich nach vorn wölbt. Tritt diese Nebenwirkung auf, kann sie nur durch eine Hornhauttransplantation behoben werden.
  • Keratokonus: Eine Sehschwäche, die durch Keratokonus verursacht werden, kann mit einer Laseroperation nicht behoben werden.
  • Syndrom des trockenen Auges: Wenn du unter dem Syndrom des trockenen Auges leidest, besteht möglicherweise ein Risiko, dass diese Augenerkrankung durch den Eingriff verstärkt wird.
  • Diabetes: Bei bestehender Diabetes-Erkrankung wird dir von einer Augenlaserbehandlung möglicherweise abgeraten.
  • Starke Veränderungen der Fehlsichtigkeit: Um eine Laserbehandlung durchzuführen, muss die Fehlsichtigkeit mindestens 12 Monate vor dem Eingriff konstant bleiben. Ansonsten ist das Ergebnis möglicherweise unzureichend oder es kommt zu einer Überkorrektur.

Alle Voraussetzungen fürs Augenlasern »

Welche Langzeitfolgen von Augenlasern sind bekannt?

Langzeitfolgen, die nach einer Augenlaseroperation auftreten können, kommen selten vor. Die meisten Nebenwirkungen verschwinden nach einer Weile von selbst oder lassen sich behandeln.

Mögliche, aber seltene Langzeitfolgen sind:

  • Keratokonus: Wird eine dünne Hornhaut durch den Eingriff zu sehr geschwächt, kann sie sich kegelförmig vorwölben und ein sogenannter Keratokonus entstehen.
  • Rückkehr der Fehlsichtigkeit: Manche Arten von Fehlsichtigkeiten schreiten aufgrund von Veränderungen im Augeninneren fort. Die Korrektur der Hornhaut kann dann nur vorübergehend sein und die Fehlsichtigkeit tritt nach einer Weile wieder auf.

FAQ: Häufige Fragen zu den Risiken von Augenlasern

Kann man von Augenlasern blind werden?

Eine Erblindung aufgrund einer Laseroperation ist so gut wie ausgeschlossen. Der Laser bearbeitet ausschließlich die Hornhaut, also die äusserste Schicht des Auges. Durch die OP können keine inneren Teile des Auges verletzt werden. Der Laser erreicht weder die Linse, noch die Netzhaut oder den Sehnerv und kann diese nicht verletzen.

Kann während dem Augenlasern etwas schief gehen?

Die Behandlung durch den Augenlaser ist hochpräzise. Auch bei noch so feinen Augenbewegungen während der Behandlung schaltet der Laser automatisch und unmittelbar ab, sodass es nicht zu Verletzungen kommen kann. Der Lasereingriff ist berührungslos und eine Infektion kommt nur sehr selten vor.

Welche Augenlaser-Methode hat das geringste Risiko?

Die modernsten Methoden der Lasereingriffe am Auge sind gleichzeitig die risikoärmsten:

Bei der Femto-LASIK wird ein “Flap” mit einem Femtosekundenlaser in der obersten Hornhautschicht (dem Epithel) erzeugt, der beiseite geklappt wird, sodass der Excimer-Laser die darunter liegende Hornhautschicht (das Stroma) korrigieren kann. Der Eingriff ist also vollständig berührungsfrei.

Bei der Trans-PRK entfernt der Laser zunächst die oberste Hornhautschicht (das Epithel) und korrigiert dann die darunterliegende Schicht (das Stroma). Auch diese Methode ist sehr sicher und kann sogar bei dünnerer Hornhaut durchgeführt werden. Nur die Heilung der Hornhaut dauert etwas länger als bei Methoden mit Hornhaut-Flap.

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